Gestern Abend habe ich diesen Kuchen gebacken. Und ja, es kommt genau das dabei raus, was drinsteht: er wird extrem saftig. Ganz außerordentlich sogar.
Genaugenommen ist es mir mithilfe dieses Rezeptes gelungen etwas herzustellen, was ich nicht für möglich gehalten hätte: einen Schoko-Schwamm.
Jetzt
muß ich bloß noch rausfinden wie sich das Zeug in Gelb, Rosa &
Blausa herstellen läßt, dann kann ich mir das essbare Spülschwämmchen
patentieren lassen.
Der Teig wird trotz der mikroskopischen Mehlmenge vergleichsweise erstaunlich zäh. Was mir vielleicht nur deshalb auffiel, weil ich erwartet hatte, daß er mir dank des Schokoladenkaffees davonschwimmen würde.
Außerdem ist anzumerken, daß der Hauself auf dem Weg durch die Küche sagte "Also, wenn der Kuchen so gut schmeckt wie er riecht, dann muß ich mir wohl nachher ein Stück abschneiden und wegschließen, sonst kriege ich morgen nichts mehr davon ab."
Und er ist tatsächlich ziemlich gut. Auch wenn es mich ein bißchen schmerzt, das sagen zu müssen. Weil Frau Denise exakt so aussieht wie die von ihr bis ins Zuckerkoma durchgestylten Teller. Daher nehme ich ihr keinesfalls ab, daß sie sich je auch nur bis in Riechweite einem derart gehaltvollen Kuchen nähert.
Sponge-Bob au Chocolat
115 g Zartbitter-Schokolade
125 ml heißer Kaffee
170 g Butter
200 g Zucker
3 Eier
1 TL Vanilleextrakt*
160 g Mehl
60 g Kakaopulver
1 Prise Zimt
1/2 TL Salz
1 1/2 TL Backpulver
200 g Crème Fraîche
1. Den Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Kastenform fetten und mit Backpapier auslegen.
Anmerkung: Das habe ich nun schon öfter gelesen. Wozu um alles in der Welt soll das gut sein? Damit das Backpapier schön knusprig wird? Ich jedenfalls verwende das Papier genau deshalb, damit ich meine Formen nicht fetten muß.
2. 125 ml heißen, starken Kaffee kochen. Die Schokolade darin schmelzen. Beiseite stellen.
3. Die Butter mit dem Zucker cremig schlagen. Die Eier einzeln dazugeben und die Vanillepaste* unterrühren.
4. Das Mehl mit dem Kakao, Salz, Backpulver und Zimt mischen.
5. Die Creme Fraiche zum Kaffee geben und mischen. Nun abwechselnd Kaffee-Creme Fraiche und Mehl zur Butter-Ei-Masse geben und unterheben, bis alles aufgebraucht ist. In die Kastenform füllen und für ca. eine Stunde backen. Stäbchentest machen!
*In einem Augenblick mittlerer geistiger Umnachtung, den ich nunmehr bitter bereue, träufelte ich versehentlich penetrant vorschmeckendes Finesse in den Teig, statt das Zeug wie vorgesehen für Seife zu verwenden. Sorry, Dr.Oetker! Sorry, Kuchen!

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