Freitag, 3. Juni 2016
Bazar
In irgendeinem Küchenblog stieß ich auf die Adresse von Madavanilla. Der Autor rühmte insbesondere die Qualität und Frische der von dort bezogenen Vanilleschoten. Und da mir sowieso gerade Pfeffer, Muskat und Macis ausgegangen waren, stattete ich der Site einen Besuch ab.
Tatsächlich sind die meisten Dinge dort deutlich preiswerter als im Supermarkt, wo die winzige Portion Muskatblüte beim Öffnen der Packung oft schon völlig eingetrocknet ist und in dem ich überdies weder Safran noch Szechuanpfeffer bekomme. Daher leistete ich mir eine Mini-Shopping-Spree.
Vorhin traf das Päckchen ein. Obwohl alles sorgfältig in kleinen Ziploc-Tütchen verstaut war, schlug mir beim Öffnen eine solche Duftwolke entgegen, daß ich auf der Stelle fliegende Teppiche, Spezereikarawanen und Sherazade halluzinierte.
Ja, und das Mittelalter fiel mir ein. Denn Größe und Gewicht der Sendung standen - trotz moderater Preise - in verblüffendem Unverhältnis zur innenliegenden Rechnung.
Manche Dinge ändern sich nämlich nie. Beispielsweise die Tatsache, daß gute Gewürze (fast) mit Gold aufgewogen werden.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen